Alle guten Dinge sind drei!

Aktualisiert: 12. Juli



Eigentlich wollten wir ausschlafen, doch die Euphorie auf den heutigen Tag war einfach zu gross. Kaum hatten wir eingekauft und die häusliche Reinigung hinter uns gebracht, packten wir unsere Fully-E-Bikes und fuhren Richtung City. Wie immer haben wir unseren Standparkplatz bereits mental reserviert und siehe da - er ist noch frei! Nur so als Info nebenbei. «Die letzten zwei Male hat sich ein kleiner flauschiger Spatz auf dem Zweirad von mir gemütlich gemacht und prompt, sein Geschäft auf dem rechten Lenkergriff verrichtet.» Alle guten Dinge sind ja bekanntlicherweise drei. Mal schauen was der heutige Tag noch so bringt.


Unsere Herzen schlagen höher Verliebt schlenderten wir im überfüllten Bälliz Richtung Sollberg Goldschmiede und wunderten uns einmal mehr über die Nichteinhaltung der vorgeschriebenen Abstandsregeln. Kaum angekommen, schoss unser Puls in die Höhe. Natürlich nicht von den Strapazen der ständigen Ausweichmanöver aller entgegenkommenden Passanten, sondern eher von der Schönheit und der Faszination der Schmuck- und Handwerkskunst, welche uns im Schaufenster anstrahlten. Vielleicht aber auch weil wir wussten, dass wir uns bald den Bund fürs Leben geben werden.


Eheringe - Klischee oder Leitbild? Wir liessen uns umfangreich beraten, obschon Corinne bereits ein Bild von einem goldene Ehering und glitzernden Brillanten im Kopf hatte. Ob dieser auch bezahlbar sein wird, wird sich wohl noch herausstellen. Ich hingegen war eigentlich nie ein Fan von Ringen. Schmuck allgemein ist nicht mein Ding. Doch als ich die vielen verschiedenen Möglichkeiten und Kombinationen entdeckte, sah ich ein Material das mich schon immer faszinierte «Carbon». Weshalb nicht einen Carbon Ring mit einem Edelmetall wie Titan oder Tantal kombinieren?


Nach gut 30 Minuten wussten wir schon ziemlich genau, wie unsere Hochzeitsringe aussehen sollten und hinterlegten freudig unsere Personalien für das Erstellen einer Ringskizze und auch um den groben Richtpreis zu erfahren.


Unser Weg führte uns weiter zu Tessa und Thomi Hochzeitsbekleidung wo wir die ersten Eckdaten für das Aussuchen eines Brautkleides und Anzuges einholten. Anschliessend besichtigten wir den Innenhof vom Schloss Thun und das Bundesratzimmer, welches sich für unsere After-Wedding-Fest besonders gut eignen würde. Voller Eindrücke schlenderten wir träumend weiter Richtung Veloparkplatz.


Wer hätte das gedacht, der kleine Spatz hat es sich wieder einmal auf meinem Rad gemütlich gemacht und den Lenker zum dritten Mal wortwörtlich «vollgeschissen». Doch nichtsahnend nahm ich mein grünes Bike und fasste voll ins Weisse. Nun wusste ich, der Bund zwischen dem Vogel und dem E-Bike ist besiegelt. Seine zweite Hinterlassenschaft war eine flauschige Feder, die sich in meiner Speiche verschleiert haben. Das ist wahre Liebe.

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